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Hongkong Peking 2009 Detailinfo

Allgemeines

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Auf unserer Radtour von Hongkong nach Beijing werden wir fast das gesamte Land von Süden nach Norden durchqueren und dabei mehr als 5000 Kilometer zurücklegen. So lang wie die Strecke ist, so vielfältig sind auch die Landschaften, die wir bereisen und die Menschen, die wir kennen lernen werden.

Beim Reisen werden wir uns viel Zeit lassen, um mit Leuten am Straßenrand in Kontakt zu kommen, wir werden kleine Städte und Dörfer durchfahren, die in keinem Reiseführer zu finden sind. Ebenso soll viel Zeit bleiben zum Staunen, Gucken und Fotografieren. Aus diesem Grunde ist unsere Tour keine sportliche Tour, bei der wir jeden Tag Höchstleistungen auf dem Rad erbringen wollen, sondern eine kulturelle Tour.
Dabei ist das Fahrrad unser optimales Fortbewegungsmittel, mit dem wir China, das reich der Mitte, wirklich kennen lernen können.
Natürlich wird es auch nicht jeden Tag eine Landpartie, sondern es wird leichte Etappen geben, aber auch große Anstrengungen, vor allem in bergigen Regionen und von denen gibt es im Lande zur Genüge.

 

 

Tagesplanung und Straßenverhältnisse

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China verfügt über eine ausgezeichnete Infrastruktur. In den letzten 10 Jahren ist das Straßennetz sehr gut ausgebaut worden, auch kleinste Verbindungsstraßen zwischen Dörfern sind dabei modernisiert worden, das heißt, größtenteils werden wir auf gutem Asphalt radeln. In China lässt sich auf allen Straßen verschiedener Größen gut radeln. Ich habe versucht vor allem kleine Straßen mit wenig Verkehr auszuwählen, hier haben wir dann ideale Verhältnisse, wenig Fahrzeugverkehr, gut ausgebaute Wege und schöne kleine beschauliche Dörfer. Ab und zu wird es notwendig sein auch Fernverkehrsstraßen zu befahren, aber auch das stellt kein großes Problem dar, denn zusätzlich zu den Autospuren gibt es fast überall einen zwei bis drei Meter breiten asphaltierten Seitenstreifen für Fahrräder, Kleinsttraktoren, Wasserbüffel, Pferdewagen und Fußgänger, so dass man auch hier sicher Fahrrad fahren kann. Für die Tour habe ich eine Tagesplanung erstellt, die 100 Kilometer Marke soll dabei nicht all zu oft überschritten werden. Auch hat die Tagesplanung nur orientierenden Charakter, da wir nicht an Hotels und Übernachtungen gebunden sind. Wir können also nach Wetter, Anstrengung und Laune unser Tagespensum verlängern oder abkürzen, sowie nicht geplante Abstecher unternehmen, zum Beispiel ein kleines Kloster besichtigen oder uns zu einer Hochzeit oder Feierlichkeit einladen lassen Aufgrund unserer kleinen Gruppengröße wird es problemlos möglich sein in jedem kleinen Städtchen eine angemessene Übernachtung zu finden. Diese Situation gibt uns auf unserer Tour eine große Flexibilität, eine wichtige Voraussetzung um unsere Tour zu einem großen Erlebnis wachsen zu lassen. Uns selbst wenn jemand einen schlechten Tag hat oder krank wird oder einfach die letzten Kilometer nicht mehr fahren möchte, gibt es immer die Möglichkeit, einen lokalen Transport zu organisieren, das kann mit dem nächsten Linienbus sein oder aber mit dem motorisierten Dreirad, es ist immer möglich das Etappenziel zu erreichen.

 

Sicherheit und Geld

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China ist eins der sichersten Reiseländer der Welt und eine der weltweit niedrigsten Kriminalitätsraten der Welt. Sexuelle Übergriffe auf ausländische Frauen und gewaltsame Übergriffe auf Ausländer finden praktisch nicht statt. Trotzdem zieht natürlich Tourismus und Armutsgefälle Taschendiebe und Gelegenheitskriminalität an. So gilt es natürlich die üblichen Vorsichtsmaßnahmen auf Reisen zu beachten. Größere Mengen Bargeld und den Reisepass sollte man immer verdeckt am Körper tragen und nicht unbeaufsichtigt im Hotel zurück lassen. Hierzu eignet sich ein wasserfester Geldbeutel oder Geldgürtel. Auch die Fahrräder sollten nicht unbeaufsichtigt stehen gelassen oder aber abgeschlossen werden. In den Hotels gibt es in der Regel bewachte Parkplätze, wo wir die Räder über Nacht lassen können.

Auch sollte man immer ein Auge auf Kamera oder Fotoausrüstung haben.

Geld kann in jeder mittleren Stadt getauscht werden. Ebenfalls gibt es hinreichend Geldautomaten an denen man in der Regel 250 € mit der Visakarte oder EC-Karte ziehen kann, dafür fällt eine Gebühr von ca. 5 € an. Da sich die Raten auf dem Schwarzmarkt kaum von den Wechselkursen unterscheiden, tauschen wir grundsätzlich legal. Die chinesische Währung ist der Yuan Renminbi, was soviel wie Volksgeld heißt, im Moment bekommt man für einen Euro ca. neun bis zehn Yuan. Die größten Scheine sind 100 Yuan Scheine, ein Yuan oder auch Kuai genannt, stückelt sich noch einmal in 10 Mao, die noch kleinere Stückelung in Fen ist nicht mehr üblich. Auch kleinere Beträge wie 1 Yuan oder 5 Mao sind als Papiergeld im Umlauf, Münzen sind selten.

Für Essen und Verpflegung benötigen wir pro Tag ca. 10 €, dazu kommen noch Übernachtungskosten von 10 bis 15 € pro Tag.
 

Radfahren und Verkehr in China

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China ist das bevölkerungsreichste Land der Welt. 1,5 Milliarden Menschen wollen sich bewegen und bewegt werden. Entsprechend kann der Verkehr im Lande sein. Dies gilt vor allem für große Städte, in denen sich zu viele Taxis, Busse, Autos, Lkws, Kleinräder, Motorräder und Fahrräder den begrenzten Raum teilen müssen. Verkehrsregeln haben allenfalls orientierenden Charakter, jeder sieht zu, dass er durch kommt. Trotzdem ist das Unfallaufkommen nicht sehr hoch, alle fahren relativ langsam und relativ rücksichtsvoll. Jeder versucht zwar sich durchzuquetschen, im Ernstfall wird aber doch eher gebremst als zugefahren. Nach einigen Tagen werden wir uns an das scheinbar regellose Chaos gewöhnt haben und auch in Großstädten angstfrei fahren können.

Ein Rechtsbewusstsein im Verkehr ist nicht zu erwarten, so dass es auch für uns heißt vorsichtig zu fahren und nicht auf Vorfahrt und Sicherheitsabstände zu vertrauen. Ich empfehle deshalb auch stets einen Fahrradhelm zu tragen und vor allem größeren Fahrzeugen und Fußgängern auch eine unverdiente Vorfahrt zu gewähren.

Die größte Gefahr geht von uns selbst und unserem Fahrverhalten aus. Zu enges Fahren, Windschattenfahren und Fotografieren während der Fahrt sind die häufigsten Ursachen für Unfälle auf Fahrradreisen und sollten vermieden werden. Natürlich ist es bequem sich während einer langen Steigung an einen LKW zu hängen, bringt aber auch ein hohes Sturzrisiko mit sich. Jeder sollte sein fahrerisches Können und Fahrverhalten selbst einschätzen können und wissen, welche Risiken er eingehen kann und worauf er besser verzichten sollte.

In der Gruppe gilt es umsichtig zu fahren, Sicherheitsabstände zu wahren und auch im hinteren Teil der Gruppe die Fahrbahn und den Verkehr nicht außer Acht zu lassen. Es sollte in keinem Falle auf der rechten Seite überholt werden und vor allem für die Vorne-Fahrenden gilt, den Rest der Gruppe vor Schlaglöchern oder Gegenständen auf der Fahrbahn zu warnen und keine unangekündigten Manöver zu fahren oder ohne Warnung zu bremsen. Hier hat jeder Teilnehmer eine hohe Verantwortung den anderen gegenüber.

Außer in großen Städten werden wir deshalb auch nicht zwangsläufig in einer Gruppe fahren, sondern eher im lockeren Verband und Treffpunkte festlegen. Ich empfehle die Mitnahme eines Mobiltelefons und den Kauf einer chinesischen Prepaidkarte um untereinander preiswert kommunizieren zu können.

 
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